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"[Greek: ron panth horônta phulaka]". Daher nennen wir scharfe
aufmerksame Augen
Argusaugen. --
Die Gelegenheit beim Schöpf oder bei der Stirnlocke fassen
citieren wir aus dem griechischen Mythus, nach welchem
der durch Ion von Chios ([*dagger] 422 v. Chr.) besungene,
in Olympia als Gott verehrte (Pausanias V, 14) Kairos
([Greek: Kairos], Occasio, die günstige Gelegenheit) mit lockigem
Vorhaupt und kahlem Nacken im Davonfliegen geschildert
wurde, da man die gute Gelegenheit hintennach zu spät
ergreift. So beschreibt ihn uns (um 280 v. Chr.) im
13. Epigramm Posidipp ("Griech. Anthologie" IV)
als vom Lysipp plastisch dargestellt.
Ausonius (Epigr. 12) nennt nur deshalb Phidias als den Meister, weil
ihm dessen Name besser in den Vers passt. Vrgl. auch Phaedrus
("Fab." V, 8) und Kallistrat ("Stat." 6).--
Aus Sophokles (496-406 v. Chr.) erfahren wir
("Trach." 549ff.), dass der wegen seines Angriffs auf
Deïanira von deren Gatten Herkules durch einen Giftpfeil
getötete Kentaur Nessus der Begehrten sterbend
riet, sein Blut als Liebesmittel aufzubewahren, damit sie
den Herkules dauernd an sich fesseln könne. Als dieser
sich nun in Iole verliebte, sandte ihm die Gattin ein
mit dem giftigen Blute bestrichenes Opferhemd. Herkules
zog es an und verfiel in so rasenden Schmerz, dass er
den Flammentod wählte. Daher gilt uns als etwas die
höchste Pein Verursachendes das
Nessushemd.--
Grundloses, plötzliches Entsetzen nennen wir, wie
die Alten, einen
panischen Schrecken,
oder, nach dem französischen "panique", eine
Panik;
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